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Bei Recherchen über Borié und seinen Schlossbau gelang so etwas wie ein Schatzfund mit dem Titel: Egid Valentin Felix Freiherr von Borié (1719-1793) — Leben und Werk eines österreichischen Staatsmannes. Dabei handelt es sich um die im Jahr 1972 an der philosophischen Fakultät der Universität Wien eingereichte Dissertation von Peter Muzik, die nur maschinenschriftlich und nicht gedruckt veröffentlicht worden war.
Die Durchsicht der etwa 350 Seiten starken Arbeit ließ angesichts der großen Materialfülle und der vielen Bezüge zum Fürstbistum Würzburg – für das Boriè vor seiner „Reichskarriere“ in führenden Positionen tätig war – schnell den Entschluss reifen, diese Dissertation in einem eigenen Teil-Band gerade auch für die Region Unterfranken besser zugänglich zu machen.
Mit der Aufnahme in ihre historische Schriftenreihe haben die Verantwortlichen der Stadt Bad Neustadt erneut bewiesen, dass ihr Interesse an der Herkunft des Gemeinwesens weit über vordergründige, schlagzeilenträchtige „Events“ hinaus reicht. Egid Freiherr von Borié, einer der führenden Köpfe hinter den josephinischen Reformen Österreichs und brillanter Jurist an Reichskammergericht und Reichshofrat, war wohl eine der einflussreichsten Persönlichkeiten, die je im Weichbild der Stadt gelebt haben. Das ist sicher der Erinnerung wert.
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